Ein Blick in die Vielfalt des Berufslebens

Berufsinfoabend am 23.11. im JSG Vechelde


„Ihre intrinsische Motivation, sich heute Abend zu informieren, ist sicherlich sehr hoch“, vermutete Herr Tüpker in seiner Begrüßungsansprache zum diesjährigen Berufsinfoabend im Julius-Spiegelberg-Gymnasium. In drei Gesprächsrunden bot sich den 125 Zehntklässler/innen und interessierten Schüler/innen der Kursstufe die Chance, über die Anforderungen und Perspektiven in der beruflichen Praxis mit den 26 von der Fachgruppe Politik/Wirtschaft eingeladenen Gästen zu sprechen.

Zuhören, um zu lernen, dieses Bestreben prägte die Haltung, mit der den Referenten Fragen gestellt wurden. Emilie Schäfer interessierte sich für ein Studium des Lehramts an Grundschulen, denn sie möchte Kindern den Spaß am Leben beibringen. Ihre Mitschülerin Mali Borsum hat schon selbst erfahren, wie viel Freude ihr die Arbeit mit Kindern bereitet.

 „Nur wer mit Freude in eine Klasse geht, kann auch Kinder begeistern.“ Diese Erkenntnis hat Lennart Anton, der bald sein Referendariat beginnen wird, in seinen zahlreichen Praktika gewonnen. Umfangreich seien dabei die Rollen und Anforderungen, die ein Grundschullehrer erfüllen müsse, denn er werde  u.a. zum Trostspender, Philosophen, Familienberater, Schauspieler, Künstler, Teamplayer und sogar Richter.

„Ist die Trennung von Beruf und Privatleben schwer?“ Für den Psychotherapeuten Bernd Wedler, für den die Schweigepflicht ebenso gilt wie für einen Arzt, wurde das noch nicht zum Problem. Allerdings berichtete er auch, dass es sinnvoll sei, sich einer Supervision zu stellen, denn es gebe Situationen, in denen ein Psychologe in seiner Arbeit mit einem Klienten nicht mehr zurechtkomme. Die Frage nach den Eigenschaften, die ein Psychotherapeut mit sich bringen müsse, beantwortete er mit den Kriterien: „Er muss Menschen mögen, Empathiefähigkeit besitzen und daran glauben, dass eine Hilfe möglich ist.“

Ob als Anwalt, Architekt, Arzt, Elektrotechniker, Informatiker, Journalist, Sozialpädagoge, Professor für Maschinenbau und Partikeltechnik, Bio- und Chemieingenieur, Pharmazeutisch- oder Medizinisch-technischer Assistent, als Vertreter der Banken, Bundeswehr,  Polizei, Versicherungen, der Hochschule für Künste, von Studiengängen der TU Braunschweig und der Ostfalia sowie von VW, alle wollten Einblicke geben, um Kenntnisse und Erfahrungen zu vermitteln, aber auch, um Mut zu machen. Viele Referenten sind seit Jahren in Vechelde immer wieder gern dabei, denn wer interessierte Zuhörer findet, wird einen solchen Abend genießen.

Klaus Nührig


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