Studienfeldbezogene Beratungstests am JSG

Erfahren, was ich können muss


Schon in einem halben Jahr werden die Abiturprüfungen hinter ihnen liegen, und die Phase, die darauf folgt, gehört zu den wichtigsten Entscheidungen im Leben: Womit möchte ich mich zukünftig in meinem Berufsleben beschäftigen? Welcher Studiengang passt zu meinen Stärken, Interessen und Fähigkeiten? Aus einer Vielzahl von Studiengängen und beruflichen Möglichkeiten muss der individuell passende Beruf herausgefiltert werden.
Der Berufspsychologische Service der Agentur für Arbeit in Hildesheim möchte angehende Abiturienten individuell und wissenschaftlich fundiert in ihrer Studienwahlentscheidung unterstützen. Dazu sind Studienfeldbezogene Beratungstests entwickelt worden, die sich an den jeweiligen Inhalten und Anforderungen eines Studiengangs orientieren.
Am Julius-Spiegelberg-Gymnasium in Vechelde nahmen am 11. Dezember 2017 neunzehn Schülerinnen und Schüler des 12. Jahrgangs an diesem Testverfahren teil. Neben einem ergebnisbezogenen Abgleich von Interessen mit einen Studienfach gab es auch eine Rückmeldung, inwieweit Fähigkeiten und Stärken zu dem gewählten Studiengang passen. Dazu führten zwei Psychologinnen persönliche Gespräche mit den Schülerinnen und Schülern zu Tests aus den Studienrichtungen: Naturwissenschaften, Ingenieurwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften, sprachwissenschaftliche Studiengänge, Rechtswissenschaften und Informatik/Mathematik.
Julia Hoeren möchte Anglistik studieren. Ihre Sprachkompetenz auf den Gebieten Syntaktik und Semantik wurde geprüft und am Beispiel einer fiktiven Fremdsprache musste sie deren grammatisches System erkennen.  Um sich auf den Medizinertest vorzubereiten, stellte sich Paul Grzywinski den Anforderungen auf naturwissenschaftlichem Gebiet. Da Julia Lünebergers Interesse besonders im Bereich Pharmazie groß ist, stellte auch sie sich den Aufgaben in den Bereichen Biologie, Chemie und Physik. Fachinformatik als Duales Studium strebt Miriam Krabiell an, weil sie mathematisches Denken fasziniert.
Die Psychologin Meike Weißmann beschrieb die Intention des Verfahrens mit den Worten: „Der Test soll genutzt werden, um bestehende Überlegungen und Planungen abzusichern und eventuell nach Alternativen zu suchen.  Dabei wollen wir in der Berufsplanung auch ins Detail gehen, um die Selbstwahrnehmung zu reflektieren.“
Als ergiebig, informativ, beratend und oft auch als ermutigend wurden die Nachbesprechungen von den Schülerinnen und Schülern empfunden. Die Zusammenarbeit mit dem Psychologischen Dienst der Agentur für Arbeit ist ein Baustein des Konzepts der Berufsorientierung am Vechelder Gymnasium geworden.

Klaus Nührig


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