Das Julius-Spiegelberg-Gymnasium begleitet eine dreiwöchige Online-Berufsorientierung


Kein Präsenzunterricht und kein Betriebspraktikum für den Jahrgang 11. Die Pandemie-Bedingungen führen dazu, dass nach Alternativen gesucht werden muss. In Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit hat das JSG ein Angebot entwickelt, mit dem die einhundert Schülerinnen und Schüler auf diversen Online-Plattformen testen und entwickeln konnten, welche Berufswege sie einschlagen möchten.

Über ihre Erfahrungen mit dem Programm berichtet Laura Heinrichs: „Wir lernten unsere persönlichen und beruflichen Stärken kennen und machten verschiedene Tests, in denen wir herausfanden, welche Jobs zu uns passen. Es gibt verschiedene Internetseiten, die genau über den Inhalt und Ablauf der Ausbildung oder des Studiums informieren.“

Elora Behme ergänzt: „Am besten fand ich die Checklisten zu meinem Berufswunsch, da ich viele wichtige Details herausarbeiten und in eine überschaubare Tabelle eintragen konnte. So habe ich alles auf einen Blick. Ich machte mir Gedanken über eine Hochschule, die mich zu dem führen kann, was ich werden will. So fand ich z.B. relativ schnell und genau heraus, auf welchem Weg ich Paläontologie studieren könnte, obwohl dieses gar kein eigenes Studienfach ist, sondern eine Vertiefungsrichtung.“

Für Noah Schulze spielt es eine wichtige Rolle, bei der Informationsbeschaffung darauf zu achten, „dass es die offiziellen Webseiten der Universitäten bzw. Fachhochschulen sind. Ich habe für mich herausgefunden, dass ich besonders im naturwissenschaftlich-mathematischen Bereich interessiert bin, weshalb ich mich beispielsweise über Angewandte Naturwissenschaft oder auch Medizinische Informatik informiert habe. Ich habe mich auch über die Perspektiven des zukünftigen Jobs informiert und die Zugangsvoraussetzungen beachtet, um so zu schauen, was möglich ist oder wie ich es ermöglichen kann.“

Kann ein solches Berufsorientierungsprogramm ein Praktikum ersetzen? „Es wäre falsch, wenn ich sage, dass ich froh über den Ausfall des Betriebspraktikums bin“, urteilt Laura Heinrichs. „Ich habe mich, wie viele andere auch, sehr auf den Einblick in ein bestimmtes Berufsfeld gefreut. Doch durch die außergewöhnliche Situation haben wir die Möglichkeit, wenn auch nur theoretisch, mehrere Berufe und Studienfelder kennenzulernen und zwischen mehreren abzuwägen. Ich habe in der Zeit einiges über mich gelernt. Erfahren habe ich, was meine Stärken sind und was überhaupt nichts für mich ist. Dadurch kam ich unter anderem auf das Studienfach Personalmanagement &  Personaldienstleitung. Bei der großen Auswahl der Studienfächer im Bereich Wirtschaft und Management hat mich dieses Fach sehr angesprochen.“

In der dritten Woche versetzen sich die Schüler in die Rolle der Personalabteilung einer Firma und entwickeln Stellenanzeigen zu den Berufen, die sie für sich gefunden haben. Anschießend simulieren sie in Rollenspielen Online-Bewerbungsgespräche. Bei der Präsentation von jeweils zwei Berufswegen in einer Videokonferenz werden sie zeigen, wie intensiv sie sich informiert haben.

 

Amira Meyer (11.1): Drei Berufsorientierungswochen

Vom 08.02. bis zum 26.02.2021 findet am Julius-Spiegelberg-Gymnasium das Projekt Berufsorientierung statt, anstelle eines dreiwöchigen Berufspraktikums. Dieses konnte wegen COVID-19 leider nicht stattfinden.

In diesen drei Wochen sollen sich die Schüler mit ihrer zukünftigen Berufswahl auseinandersetzen, recherchieren und ihren Horizont erweitern. Ziel ist es, dass die Schüler am Ende zwei Berufe präsentieren, mit welchen sie sich eingehend befasst haben und bei welchen sie sich vorstellen könnten, sie später auszuüben. So können sie ihren weiteren beruflichen sowie schulischen Weg gewissenhafter und zielorientierter planen.

Zunächst haben wir eine Stärken-und Schwächen-Analyse durchgeführt und anschließend auf Internetseiten Recherche betrieben. Zum gemeinsamen Austausch werden Videokonferenzen abgehalten.

Ich persönlich hatte mich zwar sehr auf das Praktikum gefreut, habe aber festgestellt, dass die Berufsorientierung sich auch in neuer Form gut umsetzen ließ. Mir wurden neue Möglichkeiten aufgezeigt, wie ich durch die intensive Beschäftigung mit Berufsfeldern Perspektiven für meinen Lebensweg entwickeln kann.

(Amira Meyer)

 

Elora Behme (11.4): Welchen Beruf wählst du?

In den Berufsorientierungswochen, die anstelle des Praktikums gemacht werden, dreht sich alles um diese Frage.

15 Tage lang haben wir aus der 11.Klasse des JSG Zeit, um unsere eigenen Berufswege zu recherchieren und sie anschließend unseren Mitschülern und einer Lehrkraft vorzustellen. Die Aufgaben in den Berufsorientierungswochen sind bestimmten Tagen zugeteilt, sodass weiterführende Aufgaben auf bereits abgeschlossene aufbauen.

Zuerst fand ich meine Stärken und Schwächen heraus und schätzte mich selbst ein. Danach ging es um meine Interessen und um mögliche Studiengänge und Ausbildungsberufe für mich. Am besten fand ich die Checklisten zu meinem Berufswunsch, da ich viele wichtige Details herausarbeiten und in eine überschaubare Tabelle eintragen konnte. So habe ich alles auf einen Blick. Ich machte mir Gedanken über eine Hochschule, wo ich das erlernen kann, was ich werden will. So fand ich z.B. relativ schnell und genau heraus, auf welchen Weg ich Paläontologie studieren könnte, obwohl dieses gar kein eigenes Studienfach ist, sondern eine Vertiefungsrichtung. Ich lernte auch Alternativen kennen, die meinen Blick auf die Berufswahl zusätzlich erweiterten.

Mein Praktikum wäre an dem Naturhistorischen Museum in Braunschweig gewesen. Dort hätte ich also praktische Erfahrungen sammeln können. Durch die Methoden der Berufsorientierungswochen habe ich stattdessen vor allem gelernt, wie ich zu dem Beruf „Paläontologe“ kommen könnte. Ich frage mich dabei, ob es nicht sinnvoll wäre, generell vor den Praktikumswochen in den 11. Klassen Berufsorientierungstage einzuführen?

Die Berufsorientierungswochen sind zwar noch nicht vorbei und dennoch habe ich einen genauen Plan herausarbeiten können, was ich nach meinem Abitur machen könnte.

(Elora Behme)


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