Darstellendes Spiel: "Dreams and Visions" bei einem märchenhaften Abend


„Dreams and Visions“ heißt das selbstverfasste Stück eines der beiden Kurse Darstellendes Spiel des Jahrgangs 12, das am 7.März unter der Leitung von Herrn Nührig aufgeführt wurde.
Es handelt von skurrilen Träumen, die Menschen haben können. Wem erzählt man solche Träume? Wahrscheinlich nur guten Freundinnen und Freunden, und eine oder einer muss beim Erzählen den Anfang machen.
In einem Café trifft sich die völlig überarbeitete Internetrezensentin (Laura Schneider) mit Tom (Tom Stautmeister) und Annkathrin (Annkathrin Lüthe).  Als ein Arbeitstier ist Laura bekannt, nun aber gesteht sie, dass sie eine Deadline verpasst hat. Einen spannenden Krimi musste sie rezensieren, ist völlig übermüdet über ihrer Arbeit eingeschlafen und in ihrem Traum zur Kommissarin geworden, die einen Serienmörder (Lasse Zech) überführen soll, der übrigens im realen Leben ihr Ex-Freund ist. Lauras beste Freundin (Lea Becker), einfühlsam und herzensgut, wird im Traum zur überforderten und verängstigten Leiterin des Kommissariats. Auch dort ist Lauras beste Freundin genauso harmoniebedürftig wie im wahren Leben.
Eine schrullige Polizeipsychologin (Sabrina Willems) trägt zur Klärung des Falls ebenso bei wie die Besitzerin eines Asia-Ladens (Sheila Baumeister), die unter Schock nur indonesisch sprechen kann. Da gibt es also in der Traumwelt viel zu tun, aber einmal davon erzählt, weckt Lauras Geschichte im Café auch den Geist von Sigmund Freud bei Tom und Annkathrin, und sie beginnen mit einer Traumdeutung. Definitiv sollte Laura wohl um ihren „Ex“ einen großen Bogen machen.
Auch die junge Anwältin (Annkathrin Lüthe) erzählt im Café, was sie bewegt. Sie steht so sehr unter Druck, dass ihre erste Mandantin (Nina Walenczyk), eine mutmaßliche Drogendealerin, ihr im Traum erschienen ist, und zwar als Wahrsagerin, die nebenbei auch Kräutermischungen verkauft, die wie Drogen wirken. Leider verkauft sie ihre Mischungen auch an diejenigen, die ihren Zauber missbrauchen wollen, denn die böse Königin (Fidan Hasanov) aus der Familie Cantalloube möchte, dass ihr Sohn (Jannik Osterloh) die zweitgeborene Tochter (Jasmin Hoppe) des benachbarten Königreichs heiratet, zuvor aber muss die erstgeborene Tochter (Annkathrin Lüthe) ausgeschaltet werden. Die fürsorgliche Mutter der beiden Prinzessinnen (Cansu Cakir) ist in der realen Welt die Richterin, die böse Schwester (Jasmin Hoppe) die Staatsanwältin. Der arrogante Kanzleichef, unter dem die junge Anwältin leidet, wird im Traum zum verfressenen, tumben König (Luca Miszewski). Der ehrliche und aufrichtige Sohn des Königs (Jannik Osterloh) ist im realen Leben ein junger Anwalt, der – wen wundert’s – seiner Anwaltskollegin gefällt. Zum Glück gibt es in dieser Märchenwelt die aufrichtige Haushälterin (Kimberly Weser), die Seele des Hauses, welche die Pläne der bösen Königin (Fidan Hasanov) und der nicht weniger bösen Prinzessin (Jasmin Hoppe) durchschaut und dabei hilft, sie zu vereiteln.
Ermutigt durch die beiden Freundinnen erzählt auch Tom (Tom Stautmeister) seinen Traum, der alle anderen an Skurrilität übertrifft. Tom ist darin ein König, der von seiner bösen Tochter (Philipp Gerber) mit Hilfe von vier Zwergen (dem Kochzwerg/Sascha Ferrier, dem Beauty-Zwerg/Laura Foltz, dem Handwerkerzwerg/Leah Litzius und dem Verkleidungszwerg/Philipp Gerber) gestürzt werden soll. Um die Zwerge für sich zu gewinnen, hatte die böse Tochter ihnen eingeredet, der König würde sie alle überflüssig machen, denn die Möbel kämen in Zukunft von Ikea, andere Köche würden für den König in Zukunft kochen und den „Best Volumizing Maybelline Mascara“ werde er abschaffen. Kein Wunder, dass das Erschrecken der Zwerge so groß ist, dass sie zu einer Rebellion gegen den König bereit sind. Allerdings verstehen die Zwerge das Wort „stürzen“ allzu wörtlich. Jeder Zwerg unternimmt nun einen eigenen völlig durchgeknallten Versuch, den König zu „stürzen“. Entnervt tritt endlich der König zurück, aber er ernennt nicht seine Tochter zur Nachfolgerin, sondern seinen treuen Diener (Timo Wittneben), der, was jener nicht wusste, der Sohn des Königs ist. Timo als  neugekrönter König hält daraufhin seine erste würdevolle Ansprache an sein Volk.
Wie konnte Tom so etwas träumen? Die Freundinnen haben darauf eine Antwort, die auch Tom gefällt. Er fühlt sich erkannt, aber nicht durchschaut oder bloßgestellt. Auf humorvolle Weise menschliche Schwächen zu zeigen, ohne dabei verletzend zu werden, das ist der Gruppe vortrefflich gelungen.
Das farbenprächtige Bühnenbild gestaltete ein Kunstkurs des Jahrgangs 12 unter der Leitung von Herrn Godau. Auch dafür gab es viel Beifall der zweihundert Zuschauer.
Klaus Nührig


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