Ein Spiel voller Lebensfreude

"Musik & Theater" am Julius-Spiegelberg-Gymnasium


„Patchwork“ heißt das vom Kurs Darstellendes Spiel des Jahrgangs 10 unter der Leitung von Herrn Nührig selbstverfasste Stück, und ein Treffpunkt für so manch schräge Vögel ist die Kneipe von Marianne (Elisabeth Olszynski) und Frank (Sven Dutke). Aber Frank gibt allen eine zweite und sogar dritte Chance, selbst wenn es sich um „ganz schlimme Finger“ handelt  und zu denen gehören die beiden Taschendiebe (Fabian Müller und Christian Schnall), die dem sich in den Alkohol flüchtenden Autor (facettenreich dargestellt von Leon Schulz) geschickt seine Börse rauben. Doch dann sind sie von seiner Verzweiflung so gerührt, dass sie ihm helfen möchten. Dieser unglückliche Autor kann schreiben, jedenfalls ist Marianne darauf erpicht, seine Szenen lesen zu dürfen, und tatsächlich überzeugen beide: Die  Szene mit der arroganten Society-Lady (Marie-Jeanne Lück), deren Fahrerin (Finja Witt) sich im Ghetto verirrt, wird zu einer hinreißenden Begegnung mit einer anderen Welt. Dass sowohl die Autopanne wie auch die von einer Dealerin (Tabea Vieweger) angebotenen Drogen nur ein Fake sind, kann die reiche Lady nicht ahnen. Zu überzeugend treten die Dealerin und ihr cooler Freund Jackson (Christian Schnall) auf. In einer weiteren Szene, in der ein Provokateur (Leon Schulz) niemanden verstehen will und mit jedem Streit sucht, karikiert der Autor sich selbst.
In pointierten Bildern wirft „Patchwork“ einen Blick auf die Verirrungen unserer Gegenwart. So wird „Eine App, die alles weiß“ für drei Jugendliche (Julia Bechtel, Nina Bartel und Julia Hoeren) zur existentiellen Bedrohung, und zwei kolossale Angeber (Cedric Schmidt und Tom Senftleben) begegnen in Franks Kneipe einem wahren Abenteurer (Torge Friese). Zu einer drastischen Karikatur gerät eine Szene am Bahnsteig, in welcher der Mutter (Julia Hoeren) einer großen Patchwork-Familie vor Augen geführt wird, dass eigentlich nur sie allein wirklich Abschied von ihrem Sohn nimmt.
Die Kneipe wird immer wieder zum Fixpunkt des Geschehens. So auch in der Szene der beiden Anhalterinnen (Gina Gulben und Finja Witt), die an der Straße vergeblich auf eine Mitfahrgelegenheit warten und Zeuginnen eines Handygesprächs werden, in dem eine weitere Anhalterin, Caro  (Marie-Jeanne Lück), schreckliche Nachrichten von ihrer drogenkranken Schwester (Tabea Vieweger) erfährt. Um Caro zu helfen, wird ihr angeboten, gemeinsam nach Amsterdam zu trampen. Eine Mitfahrgelegenheit finden die drei dann in der Kneipe.
Auf einer Bühne, auf der oft genug jedoch das Lachen regiert, haben auch urkomische Einbrecher (Jan Paulsen, Roman Saal und Janiko Landeck) ihren Platz und gelingt es einer Fußballerin (Nadja Heesen), den wüsten Beschimpfungen ihres hundsgemeinen Trainers (Cedric Schmidt) standzuhalten und statt zum Fußballplatz ins Krankenhaus zu ihrem Bruder zu fahren. Marianne kann in der Kneipe ihrem Mann Frank davon berichten, wie sie und die Busfahrerin (Henrike Schirmer) der Fußballerin beistanden. Die bedankt sich noch am gleichen Abend bei Marianne mit zwei Eintrittskarten für das Konzert einer Band.
Stimmungsvoll schließt das Stück so mit einem Besuch des Rockkonzerts der Schulband des JSG: Julia Behrens und  Julia Hoeren (Gesang), Natalie Kolan (Piano), Philipp Gerber (Schlagzeug),  Christoph Kettner (Bass) und Kolja Metschulat (Gitarre). Bereichert wurde der Abend musikalisch auch durch vier Songs des Musikkurses und des Chores unter Leitung von Frau Laatsch, darunter zwei charmant vorgetragene Eigenkompositionen der Gruppe, und durch ein mitreißendes Solo von Julia Behrens, am Piano begleitet von Kolja Metschulat.
Die von Julia Hoeren selbst komponierten und großartig am Flügel gespielten Ouvertüren eröffneten den Abend und die zweite Halbzeit.
 So viel Kreativität und Engagement wurden vom Beifall der vielen Zuschauer belohnt.
Wir bedanken uns herzlich beim Technikteam. An diesem Abend waren es Jan-Mathis Korn, Julius Knittel, Felix Hentrich, Nils von Nethen und Joshua Metschulat.
                                                                                                                                        Klaus Nührig


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