Informatik in der Sek II

Informatik wird heutzutage immer wichtiger, die technische Welt wird immer mehr von programmierten Dingen bestimmt, wie zum Beispiel Spielen, Social Media etc.. Auch der Arbeitsbereich in der Wirtschaft als Informatiker/in wird immer beliebter, dies liegt zum einen daran, dass er immer besser bezahlt wird, zum anderen an den meist frei wählbaren Arbeitszeiten. Auch in der Schule soll Informatik nun zum Pflichtfach werden. Die Einführung von Informatik als Pflichtfach hat den Vorteil, dass jeder sich mit dem Thema beschäftigt, wodurch jeder etwas über die moderne Welt lernt und so die Möglichkeit besitzt, sie teilweise nach seinen Vorstellungen zu formen. Aber wir wollen ja nicht auf Informatik in der Welt eingehen, sondern auf Informatik in der Sekundarstufe II des Julius-Spiegelberg-Gymnasiums Vechelde.

Hierbei unterteilt man in einen Grund- und einen Leistungskurs, welche momentan niveauübergreifend unterrichtet werden. Durch diesen niveauübergreifenden Unterricht stellt sich die Frage, ob beide Kurse bestmöglich am Unterricht teilnehmen können. Durch die Schülermeinungen der jetzigen Kurse (2020/2022) wird deutlich, dass beide Kurse sehr gut im Unterricht mitkommen und auch die Aufgaben für beide Kurse bewältigbar sind.

11. Klasse

Es gibt aber nicht erst ab dem zwölften Jahrgang Informatik in der Sekundarstufe II, sondern ab der elften Klasse, wobei der Unterricht als Pflichtfach für eine andere Naturwissenschaft gewählt werden kann oder es möglich ist, Informatik als Wahlfach zu belegen.

Anfang des 11. Schuljahres wird wie schon in der Sekundarstufe I mit BYOB weitergearbeitet, sprich alle Programmierprojekte werden in dieser Sprache programmiert. Um die Programmierfähigkeiten eines jeden Einzelnen zu entwickeln und weiter auszubauen, werden immer wieder Programmieraufgaben über mehrere Unterrichtsstunden aufgegeben, welche teilweise nach ihrer Abgabe bewertet werden. Mit dieser Bewertung der Aufgaben ergibt sich dann auch die Note auf Halb- und Endjahreszeugnis, jedoch sind die Projekte nur ein kleiner Teil der Gesamtnote. Hinzu kommt die mündliche Beteiligung, welche auch unter der Mitarbeitsnote zusammengefasst wird.

Im Verlaufe des elften Schuljahrs werden die Schülerinnen und Schüler immer mehr auf die Abiturphase im Fach Informatik vorbereitet, weshalb Ende des zweiten Halbjahres ein großes Projekt als Programmieraufgabe aufgegeben wird, welches in die Mitarbeitsnote einfließt. Dieses Projekt ist der größte Anteil einer Programmierleistung in der Mitarbeitsnote. Mithilfe dieses Projektes werden am Ende des elften Schuljahres erneut alle erlernten Kompetenzen abgefragt, wodurch man gut vorbereitet in den zwölften Jahrgang im Fach Informatik einsteigt.

12. Jahrgang

Im zwölften Jahrgang teilt sich der Informatikkurs nun auf in Grund- und Leistungskurs. Wenn nun zu "wenige" Schüler und Schülerinnen Informatik belegt haben, kann es sein, dass Grund- und Leistungskurs zusammen unterrichtet werden, wodurch sie gemeinsam an Themen arbeiten.

 

Viele der Unterrichtsthemen sind gleich und werden im Leistungskurs teilweise nur vertieft. Ein Beispiel ist der Wechsel der Programmiersprachen von BYOB in beiden Kursen zu Java. Um nun mit Java zu beginnen, wurde uns die Programmieraufgabe gegeben, einen Taschenrechner zu programmieren. Für die Neueinführung von Java lässt sich sagen, dass eigentlich alle sehr gut mitkommen, da man sich gegenseitig hilft. Das heißt, dass Grund- und Leistungskurs einander helfen und sich ergänzen. Wir sind zwar nur den niveauübergreifenden Unterricht gewöhnt, dass der Leistungskurs uns Tipps geben kann und auch „professionellere“ Lösungen teilen kann, wodurch man seine eigene Lösung beim nächsten Mal auch mit mehr Qualität bearbeiten kann und so mehr Komplexität in seinem Programm besitzt.

Im weiteren Verlauf des ersten Schulhalbjahres haben dieses Jahr Grund- sowie Leistungskurs am Bundeswettbewerb für Informatik teilgenommen. Für die Bearbeitung dieses Wettbewerbs hatten wir Zeit im Unterricht und zu Hause. Für die Bearbeitung wurden Gruppen gebildet, welche die Aufgaben zusammen bearbeiteten. Auch hier gab es Vermischungen zwischen Grundkurs und Leistungskurs, welche zusammen am Wettbewerb teilgenommen haben.

Jedoch gibt es nicht nur Gemeinsamkeiten zwischen Grundkurs und Leistungskurs, denn der Leistungskurs beschäftigt sich auch mit weiteren Themen, welche der Grundkurs nicht bearbeiten muss. Hierzu zählen zum Beispiel das Implementieren von einem Verschlüsselungsverfahren, welche der Grundkurs nur behandelt hat. Ein weiters Thema, welches bearbeitet wurde, ist die Rekursion. Hier hat sich der Grundkurs nur im Groben mit beschäftigt, das heißt, was es ist, wofür man es braucht und auch teilweise die Implementierung in Java. Der Leistungskurs hingegen muss aktiv rekursive Algorithmen entwerfen und implementieren und auch die Rekursion anhand eins Beispiels erläutern.

Unsere Projektarbeit, welche am Anfang des zweiten Semesters im 12. Jahrgang stattfindet, ist aufgeteilt in Grund und Leistungskurs. Hierbei müssen die Leistungskursler ein Programmierprojekt machen, welches mit Java programmiert wurde (Abbildung 1). Der Grundkurs hingegen kann sich entscheiden, was er als Projekt in dieser Zeit machen möchte. Für uns gab es die Möglichkeit, ein "Werbevideo" für Informatik zu drehen, indem wir darüber informieren, was man in Informatik alles durchnimmt. Eine weitere Möglichkeit war auch ein Programmierprojekt, wobei wir hier keiner Programmiersprache verpflichtet waren, sprich man konnte sich zwischen BYOB und Java entscheiden.

Grundkurs

Aber wie läuft der Unterricht eigentlich ab, welcher Kurs hat wie viele Stunden Unterricht in der Woche, wie viele Klausuren werden in den verschiedenen Kursen geschrieben und gibt es etwas wie ein Schulbuch?

Der Grundkurs am Julius-Spiegelberg-Gymnasium besteht im Abiturjahrgang 2020/2022 aus fünf Leuten, weshalb wir, wie oben genannt, mit dem Leistungskurs unterrichtet werden. Der Grundkurs Informatik hat drei Wochenstunden Unterricht, damit haben sie eine Doppelstunde und eine einzelne Stunde, die meist im Homelearning verbracht wurde, indem man dort sein Programmierprojekt oder andere Aufgaben bearbeitete. Mit dem momentanen Distanzlernen wird der Grundkurs erneut mit dem Leistungskurs in einer Videokonferenz unterrichtet.

Innerhalb des Grund- und auch des Leistungskurses werden zum Erarbeiten der Inhalte keine Schulbücher genutzt. Die meiste Zeit wird eine Präsentation mit dem Thema von der Lehrkraft angefertigt und dann von ihr präsentiert. Während dieser "Präsentation" erläutert nicht nur die Lehrkraft das neue Thema, sondern nimmt auch Schüler und Schülerinnen dran. Hierbei wird dann das gesamte Thema vom Kurs gemeinsam erarbeitet, sodass sich auch wir Grundkursler beteiligen können.

Leistungskurs

Im Leistungskurs läuft der Unterricht genauso ab wie im Grundkurs, es gibt kein Buch und die Leistungskursler haben auch Videokonferenzen aufgrund des Distanzlernens. Anfänglich war es so, dass Grund- und Leistungskurs zusammen an den Videokonferenzen teilgenommen haben, wohingegen es momentan so ist, dass Grundkurs und Leistungskurs unterschiedliche Konferenzen bekommen, da der Leistungskurs momentan Themen behandelt, die nicht im Grundkursniveau enthalten sind.

Der Leistungskurs Informatik hat, wie jeder andere Leistungskurs, fünf Wochenstunden, wobei sie in diesem Abijahrgang eine Doppelstunde davon ohne den Grundkurs unterrichtet werden. Aber nicht nur die Anzahl der Stunden ist der Unterschied zwischen Grund- und Leistungskurs, sondern auch die Projekte, an den die Schule in Informatik teilnimmt. Hierfür eignet sich gut das Beispiel von der Kooperation zwischen TU Braunschweig und JSG am letzten Freitag, den 19. März 2021. Hierbei haben Informatiker/innen den Leistungskurslern verschiedene Themen vorgestellt und ihnen so das Leben als Informatiker/innen gezeigt, welches sie erwarten könnte. Aber ihnen wurde nicht nur das Leben als Informatiker/in gezeigt, sondern auch das Leben dorthin, also als Informatik, Student und Studentin. Bei diesem Projekt bestand Anwesenheitspflicht für den Leistungskurs, wohingegen der Grundkurs nicht verpflichtend dabei sein musste.

 

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Informatik in der Sekundarstufe II eines der besten Fächer ist, da man viel über die heutige Welt und über Kooperation lernt. Auch wenn man in der Sekundarstufe I noch kein Informatik hatte, ist es nicht schlimm, denn man beginnt momentan noch von neu, wenn man in der 11. Klasse Informatik gewählt hat. Durch die Änderung von Informatik als Pflichtfach auch in der Sekundarstufe I, wird der Schritt von der 10. in die 11. Klasse noch weiter vereinfacht.

Wenn man nun Informatik im Abitur wählt, kann es sein, dass man mit dem Grundkurs oder dem Leistungskurs zusammen unterrichtet wird. In vielen andern Fächern mag dies nicht förderlich sein, doch unser Kurs findet die Zusammenarbeit mit dem Leistungskurs sehr gut, da man immer mehr lernt und Tipps von "besseren" Informatikern erhält, wodurch seine eigenen Programme immer besser werden und an Komplexität gewinnen.

! Informatik ist einfach die beste Sprache der Welt !

 

 

PAC-MAN, das Projekt einer Leistungskursgruppe (2020/2022)
(Abbildung 1)